Radfahren schützt vor Corona – Wir nennen 5 Gründe

Corona Fahrradfahren Kinder

Der Spiegel berichtet, dass der Biostatistiker Gerd Antes, ehemaliger Leiter des Cochrane-Zentrums an der Freiburger Universitätsklinik, das Radfahren sogar als eine Möglichkeit sehe, die Infektionskurve abzuschwächen. Das gehe im öffentlichen Verkehr viel schneller. Lesen Sie hier die Gründe, warum Radfahren vor dem Covid-19 Virus schützt.

1. Sie halten automatisch Abstand

Der Vorteil des Radfahrens ist, dass man automatisch einen Abstand von 1,5 Metern einhält. Aber Radfahrer halten nicht nur automatisch Abstand zu anderen, sie haben auch ein geringeres Infektionsrisiko, weil sie weniger Oberflächen berühren. Dazu zählen selbstverständlich auch die Kinderfahrräder.

2. Keine Infektion wie in einem öffentlichen Verkehrsmittel

Menschen, die Busse und Bahnen meiden, verringern das Infektionsrisiko, weil das Coronavirus vor allem durch eine Tröpfcheninfektion über kurze Strecken übertragen wird, erklärte der Ulmer Pneumologe Michael Barczok, Mitglied der Bundesvereinigung Deutscher Pneumologen, Schlaf- und Atemwegsmediziner. Der Erreger kann auf Oberflächen lange Zeit überleben und dennoch übertragbar und ansteckend sein. Jede Berührung im öffentlichen Verkehr birgt daher ein grundsätzliches Risiko. Vorsicht: Dies gilt auch für Ampeltasten.

Der Lungenkrankheitsspezialist bewertet die Chance, das Coronavirus auf dem Fahrrad einzuatmen, mit „Null“.

3. Radfahren bietet präventiven Schutz

Radfahren hat in Zeiten der Lungenkrankheit Corona eine andere Bedeutung, es kann auch eine präventive Wirkung haben. Wenn Sie regelmäßig Rad fahren, auch wenn es nur bequem ist, stärkt es Ihr Immunsystem. Jetzt, da die Fitnessstudios ihre Türen geschlossen haben, ist Radfahren eine ausgezeichnete Alternative für Sportler und Menschen, die sich noch bewegen wollen oder müssen.

4. Radfahren stärkt die Lungenfunktion

Laut Michael Barczok sind Menschen, die an chronisch obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) leiden, einem besonders hohen Risiko ausgesetzt, dem Coronavirus ausgesetzt zu werden. Deshalb ist ein Lungentraining in dieser Zeit besonders wichtig. Aber auch bei Menschen ohne Vorerkrankungen kann Radfahren einen positiven Effekt haben. Denn Ausdauersportarten wie Radfahren trainieren grundsätzlich die Lungenmuskulatur. Beim rhythmischen Radfahren wird auch das Atmungssystem gut belüftet und die Durchblutung verbessert. „Man atmet intensiver, was bedeutet, dass man die Lungen gut reinigt. Und das ist optimal im Hinblick auf den Virenschutz“, sagt Barczok: „Das Fahrrad ist gerade jetzt, auch aus diesem Grund, ein sinnvolles Verkehrsmittel.

5. Radfahren stärkt das Herz-Kreislauf-System

Auch Menschen, die an Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Bluthochdruck leiden, sollten sich bewegen, rät der Pneumologe Barczok. Unabhängig vom Alter gehören diese Erkrankungen zu den Grunderkrankungen, die das Risiko für einen schwereren Verlauf von Covid-19 erhöhen. Das schreibt das Robert-Koch-Institut (RKI) auf seiner Website.

(Quelle: Nieuwsfiets.nu, Der Spiegel)   

Wichtig für das Radfahren

Neben der Tatsache, dass der Radsport eine gute Alternative zu den Sportlern ist, ist der Radsport auch eine gute Alternative, um zur Arbeit oder zum Einkaufen zu kommen, wenn die aktuellen Richtlinien berücksichtigt werden. Auf diese Weise können öffentliche Verkehrsmittel vermieden werden. Das Freizeitradfahren ist eine gute Möglichkeit, in Bewegung zu bleiben und sich abzulenken. Aber es ist wichtig, beim Radfahren über die folgenden Richtlinien nachzudenken:

  • Fahren Sie nicht in der Gruppe
  • Halten Sie einen Abstand von 1,5 Metern
  • Versuchen Sie, überfüllte Punkte nach Möglichkeit zu vermeiden.
  • Wenn Sie an einer Ampel warten müssen, entscheiden Sie sich dafür, nacheinander und nicht nebeneinander zu warten.
  • Waschen Sie sich nach dem Radfahren gründlich die Hände, vor allem wenn Sie Oberflächen wie z.B. Ampelknöpfe berührt haben.
  • Gehen Sie keine Risiken ein, die zu einem Unfall führen könnten. Die medizinische Versorgung hat es schon schwer genug.

Was Ihnen sonst noch durch den Kopf gehen sollte und worauf Sie achten sollten:

Es ist hilfreich, die Gründe zu kennen, warum Radfahren vor Corona schützt. Wir verstehen aber auch, dass es noch andere Fragen gibt. Wir haben eine Reihe von Fragen und Antworten für Sie zusammengestellt.

Kann ich immer noch die Ampel-Taste drücken?

Auf diese Frage gibt es noch keine definitive Antwort. Frühere Forschungen haben gezeigt, dass das Virus im Freien und bei Sonnenlicht nicht lange überleben kann. Es besteht natürlich ein Risiko, wenn jemand vor Ihnen hustet und dann den Knopf drückt. Versuchen Sie, wenn möglich den Ellenbogen zu benutzen.

Wenn Sie gedrückt haben, versuchen Sie in jedem Fall, Ihr Gesicht nicht zu berühren, bis Sie sich die Hände waschen können. (Quelle: Plusonline) Dennoch ist Radfahren „hygienisch sicher“, sagt Michael Barczok. Auch weil es ein „hohes Maß an Schutz für andere“ gibt, falls Sie selbst infiziert sind.

Kann ich mit meinem Partner Fahrrad fahren?

Sie können zusammen mit Ihrem Partner oder Ihrer Partnerin Fahrrad fahren. Solange Sie sich an die Richtlinien des Gesundheitsministeriums halten. Das bedeutet: Abstand halten, Hände waschen, an der Innenseite des Ellbogens husten oder niesen und Papiertaschentücher verwenden.

Am besten vermeiden Sie es, in großer Zahl auf die Straße zu gehen.

Kann ich draußen mit einem Mietfahrrad fahren?

Sie können ein Mietfahrrad benutzen, aber Sie oder eine andere Person sollten Lenker und Sattel vor der Fahrt gründlich reinigen.

One Response

  1. Frank 9. Dezember 2020

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